Durch neue, digitale Angebote und Geschäftsmodelle in anderen Branchen verändern sich auch die Kundenanforderungen  an soziale Dienstleister erheblich (z.B. individuelle Wünsche bei Angeboten oder sich kurzfristig ändernde Terminanfragen). Zugleich wandeln sich die Ansprüche der Mitarbeitenden an Unternehmen im Hinblick auf attraktive Arbeitsbedingungen. So etwa  der Wunsch nach einer Arbeitszeitgestaltung, die sich an den Lebensrealitäten der Mitarbeitenden von der Kinderbetreuung bis zur Pflege Angehöriger orientiert.

Arbeit im Bereich sozialer Dienstleistungen agil zu gestalten bedeutet, , eine gelingende, flexibel organisierte Kommunikation und Dienstleistungserbringung mit und für Klienten zu ermöglichen. Dafür müssen organisatorische und personelle Voraussetzungen geschaffen werden. Gleichzeitig ist den veränderten Vorstellungen der Mitarbeitenden zum Verhältnis von Beruf und Privatleben Rechnung zu tragen. Das Erwartungsdreieck „Kunde – Unternehmen – Mitarbeitende“ soll – auch durch digitale Unterstützung der hier relevanten Arbeitsprozesse – in ein Gleichgewicht gebracht werden. Auf diese Weise können Unternehmen nicht nur dauerhafte Kundenbeziehungen aufbauen, sondern auch neue Beschäftigungspotentiale (z.B. Quer-/Wiedereinsteiger) erschließen oder die Leistungsfähigkeit der aktiven Mitarbeitenden langfristig erhalten.

Ein diakonischer Träger arbeitet in einer Piloteinrichtung zu diesem Handlungsfeld „Agiles Arbeiten“:

  •  Diakonissenhaus Berlin Teltow Lehnin: Selbstorganisation der Mitarbeitenden in der Dienstplangestaltung “ unter besonderer Berücksichtigung des Erwartungsdreiecks Kunde / Unternehmen / Mitarbeitende